Kontrolle durch Gesetze festgelegt, so Reiser Immobilien.

Frank Reiser (Reiser Immobilien) hält die Einführung neuer Regelungen für unumgänglich

KIRCHHEIM UNTER TECK. In der WEG-Verwaltung stellt das Wohnungseigentumsgesetz die rechtliche Grundlage für die tägliche Arbeit des Verwalters dar. In einer sich schnell wandelnden Gesellschaft werden jedoch die Aspekte Barrierefreiheit, energetische Sanierungen und Digitalisierung nur bedingt berücksichtigt. Dies hat einen erhöhten Abstimmungsbedarf innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft zur Folge und damit auch einen deutlichen Mehraufwand für die WEG-Verwalter. „Für die tägliche Arbeit wäre es deutlich einfacher, mit verbindlichen Regelungen und Gesetzen zu arbeiten. Abstimmungen führen nicht selten zu Unmut – insbesondere, wenn einzelne Eigentümer eigenwillige Ansichten vertreten. Sind jedoch gesetzliche Vorschriften vorhanden, können WEG-Verwaltungen die Inhalte direkt umsetzen“, schildert Frank Reiser, Geschäftsführer von Reiser Immobilien in Kirchheim unter Teck.

Reiser Immobilien informiert über Zugangsvoraussetzungen in der WEG-Verwaltung

Am 23. Juni 2017 verabschiedete der Deutsche Bundestag mit den Stimmen der Regierungskoalition das Gesetz zur Einführung von Berufszugangsvoraussetzungen für gewerbliche Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler. Geregelt werden dabei unter anderem eine Weiterbildungspflicht des Mietverwalters. Das Gesetz sieht eine erforderliche Erlaubniserteilung vor, die für den eigens dafür festgeschriebenen Begriff des Wohnimmobilienverwalters in Kraft tritt. Zu den erforderlichen Erlaubnisvoraussetzungen von Wohnimmobilienverwaltern zählen unter anderem geordnete Vermögensverhältnisse, eine Berufshaftpflichtversicherung und Zuverlässigkeit.

Reiser Immobilien sieht neue Chancen für die WEG-Verwaltung

Frank Reiser von Reiser Immobilien aus Kirchheim unter Teck sieht in der neuen Gesetzesregelung große Vorteile: „Für die WEG-Verwaltung bedeutet die Einführung von Zugangsvoraussetzungen mehr Anerkennung und Qualität. Gleichzeitig erhöht die neue Regelung das Vertrauen von Eigentümern in seriöse Immobilienverwaltungen. Wohnungseigentümergemeinschaften können sich fortan darauf verlassen, kompetent beraten und vertreten zu werden.“ Gleichermaßen befürchtet Frank Reiser keine grundlegenden Veränderungen für den Nachwuchs der Branche. „Junge Menschen, die in der Hausverwaltung tätig werden möchten, werden auch zukünftig sicherlich nicht vor übermäßigen bürokratischen Hürden stehen. Unseriöse Anbieter wird das Gesetz dennoch vom Markt drängen, da jetzt eine entsprechende Eignung nachgewiesen werden muss.“

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